Miss Helvetia
tritt am 16. Oktober mit ihrem neuen Album im Dömli in Ebnat-Kappel auf.
Ein Korb voller Pilze kann schnell zur Überraschung werden. Was im Wald wie ein Steinpilz aussieht, kann sich bei genauerer Kontrolle als ungeniessbarer Doppelgänger entpuppen. Genau hier setzt die Pilzkontrolle an. In Uznach können Sammlerinnen und Sammler ihre Funde von Willy Kuster überprüfen lassen.
Uznach Dreimal pro Woche können die Uznerinnen und Uzner ihre Funde bei der Pilzkontrolle analysieren lassen. Dies ist besonders hilfreich, um giftige oder ungeniessbare Pilze auszusortieren. Und diese sind gar nicht immer so leicht zu erkennen. Besonders häufig werden Pilze verwechselt, die sich ähnlich sehen. Ein Beispiel ist der Fichtensteinpilz und der Gallenröhrling. Letzterer ist zwar nicht giftig, schmeckt aber stark bitter und kann dadurch ein ganzes Gericht verderben. «Daran lecken», lautet Willy Kusters Tipp. Der bittere Geschmack sei sofort erkennbar. Generell kann der Geruch bei der Bestimmung helfen.
Zur Kontrolle kommen sowohl erfahrene Sammlerinnen und Sammler als auch Anfänger. Manche erscheinen auch regelmässig. Der Andrang ist aber nicht immer gleich gross und hängt stark vom Wetter ab. In diesem Jahr sei die Ernte eher schlecht ausgefallen, da es oft trocken war. «Deswegen gab es beispielsweise auch fast keine Eierschwämme», erklärt Kuster. Weniger Leute bei der Pilzkontrolle hat aber auch seine Vorteile: Dann habe der Kontrolleur mehr Zeit zum Erklären. «Dann kann ich Tipps geben und zeigen, woran ich die Pilze erkenne.» Bei grossem Andrang muss es hingegen schneller gehen. Im September kamen während einer Stunde einmal 24 Personen zur Kontrolle, normalerweise sind es drei bis vier. «Dann hatte ich keine Zeit zum Schwatzen und musste Gas geben», so Kuster.
Aktuell kommen zudem weniger Leute zur Kontrolle, da in Uznach derzeit eine Schonzeit gilt, in der keine Pilze gesammelt werden dürfen. «Mit etwas Glück könnte diese Regelung aber im nächsten Jahr wegfallen», so Kuster. Die schlechten Pilze auszusortieren, sei gar nicht immer so einfach. Kuster selbst kennt vielleicht ein paar hundert Sorten. In der Schweiz gäbe es aber an die 5000. Als Unterstützung hat Kuster eine Liste mit essbaren Pilzen, die er herausgeben darf. Wer sich bei einem Pilz unsicher ist, sollte ihn deshalb kontrollieren lassen. Unbekannte oder nicht eindeutig bestimmbare Pilze sortiert Kuster aus. Möchten Sammlerinnen oder Sammler giftige Pilze trotzdem mit nach Hause nehmen, etwa für weitere Untersuchungen, müssen sie dafür ein Formular unterschreiben. Damit wird festgehalten, dass Kuster für mögliche Folgen nicht verantwortlich ist. Denn: «Grundsätzlich kann man alle Pilze essen – manche einfach nur einmal», sagt Kuster mit einem Schmunzeln.
Shannon Senn
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