Félix Brunschwiler
zeigt sich enttäuscht über das Nein zur Tiefgarage in Schmerikon.
André Keller startete vor zehn Jahren mit der Eventkirche Dömli.
Mit der Eventkirche Dömli hat sich André Keller vor zehn Jahren einen Traum erfüllt. Der CEO der Frike Cosmetic AG, Land, kaufte Land, um seine Firma zu vergrössern. Als Spass hat ihm der Verkäufer zusätzlich noch die Kirche angeboten, da es schade wäre, wenn diese ungenutzt bliebe. Da André Keller seit Jahren eine Leidenschaft fürs Theater und Musik pflegt, schlug er zu. Weitere Informationen um Dömli und zum zehnjährigen Jubiläum unter: www.doemli.ch.
André Keller, vor zehn Jahren wurde aus der ehemaligen Kirche das Dömli. Was ging Ihnen damals durch den Kopf?
Das war eine richtige Nebel-und-Nacht-Aktion. Ich habe die Kirche aus dem Affekt heraus von der Kirche übernommen. Mein erster Gedanke war: «Hoffentlich kommt das gut und hoffentlich gefällt es den Leuten.» Schliesslich möchte ich ja nicht allein in der Kirche sitzen.
Und es kam gut: Das Dömli blickt inzwischen auf rund 350 Veranstaltungen zurück.
Ja, und darauf bin ich sehr stolz. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Auftritt der Stubete Gäng und die Musicals. Solche Events sind technisch herausfordernd, da viel Equipment hingebracht werden muss. Es sind aber auch die Auftritte, die beim Publik sensationell ankommen. Das zeigt mir immer wieder: Wenn man sich anstrengt, wird es auch bei den Besuchenden sehr geschätzt.
Auch in dieser Saison steht noch viel an. Was dürfen die Besucherinnen und Besucher in diesem Jubiläumsjahr noch erwarten?
Einiges. Miss Helvetia, Pepe Lienhard und Helga Schneider treten zum Beispiel noch auf. Es freut mich sehr, dass manche Events sogar schon ausgebucht sind. Das ist eher selten der Fall.
Und worauf freuen Sie sich am meisten?
Das ist schwierig zu sagen. Es macht mich stolz, dass wir Pepe Lienhard für unser Jubiläum gewinnen konnten. Aber freuen tue ich mich auf alle. Ich gehe dann meist noch mit ihnen essen und finde es immer wieder faszinierend, die Person hinter der Figur kennenzulernen. Diese Möglichkeit haben nicht viele und ich schätze sie sehr.
Gibt es Künstlerinnen oder Künstler, die Sie gerne einmal nach Ebnat-Kappel holen würden?
Ein Wunschkandidat von mir war immer der Musiker und Kabarettist Bodo Wartke. Mit seinem Auftritt im letzten Jahr wurde mir dieser Wunsch erfüllt. Aber grundsätzlich geht es mir vor allem darum, dem Publikum gerecht zu werden. Wenn es nur mir gefällt, bekomme ich das Dömli nicht voll. Ich habe gemerkt, dass die Toggenburger Bekanntes und Bewährtes mögen. Sie möchten wissen, worauf sie sich einlassen. Deshalb versuche ich, nicht allzu experimentierfreudig zu sein. Es ist nicht mein Ziel, mich künstlerisch zu verwirklichen.
Zum Schluss: Was sind die Ziele für die nächsten 10 Jahre?
Ich möchte weiterhin ein schönes Programm anbieten. Wenn die Leute am Ende klatschen und mit strahlenden Gesichtern das Dömli verlassen, bin ich zufrieden. Wer das Dömli in Zukunft übernimmt, wird sich zeigen. Vielleicht machen es meine Kinder oder es wird zu einer Trägerschaft oder zu einem Verein. Was ganz wichtig ist: Es braucht Menschen, die mit Herzblut dahinterstehen und sich tatkräftig engagieren.
Shannon Senn
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