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Sprechen sich für einen Zusammenschluss der beiden Alterszentren aus (v.l.): Pascal Nägeli, Präsident Betriebskommission Sonnegrund und Hans Städler, Präsident des Verwaltungsrats Solino. zVg
Mit einem Zusammenschluss wollen die Seniorenzentren Solino und Sonnegrund die Pflege und Betreuung in der Region langfristig stärken. Operative Entscheide sollen weiterhin vor Ort gefällt werden. Im Februar 2027 entscheiden die Stimmberechtigten über das Vorhaben.
Region Die Gemeinde Kirchberg will dem Zweckverband beitreten und den Betrieb des Sonnegrunds einbringen. Die beiden Seniorenzentren wollen künftig Fachwissen teilen, Aufgaben bündeln und sich bei personellen Engpässen gegenseitig unterstützen. «Wir wollen rechtzeitig dafür sorgen, dass das Gute Bestand hat», sagt Pascal Nägeli, Präsident der Betriebskommission Sonnegrund. Auch Hans Städler, Präsident des Verwaltungsrats Solino, sieht im Zusammenschluss eine Chance, die Zukunft beider Häuser gemeinsam zu gestalten. Dabei sollen ältere Menschen weiterhin in ihrem vertrauten Umfeld in Bütschwil beziehungsweise Kirchberg wohnen können. «Es geht um eine gemeinsame Organisation, nicht darum, die Bewohnenden an einem Ort zusammenzuführen», betont Städler. Auch die Namen und die Verbindung zu den jeweiligen Gemeinden sollen bestehen bleiben. Dies ist in der geplanten Zweckverbandsvereinbarung festgehalten.
Durch gemeinsame Beschaffungen und Nutzung derselben Infrastruktur sollen Kosten gesenkt werden. Als Beispiel nennt Nägeli den Ersatz der Informatikserver, der für beide Häuser im kommenden Jahr ansteht: «Durch die gemeinsame Nutzung der Informatik-Systeme können die Kosten deutlich gesenkt werden.» Auch bei administrativen Aufgaben und Weiterbildungen sehen die Verantwortlichen Potenzial. «Mit den Einsparungen wollen wir dann in unsere Dienstleistungen investieren», sagt Nägeli. So könnte beispielsweise gemeinsam eine Pflegeexpertin angestellt werden, was heute für ein einzelnes Haus kaum möglich wäre. Für die Bewohnenden soll die neue Organisation keine Tariferhöhung zur Folge haben. Eine dauerhafte Garantie für gleichbleibende Preise sei
jedoch nicht möglich, da sich die Kosten für Personal, Betrieb und Infrastruktur stetig ändern. Unabhängig vom Zusammenschluss sind im Sonnegrund zudem Tarifanpassungen wegen des laufenden Um- und Erweiterungsbaus vorgesehen. Auch die Mitarbeitenden sollen von der Zusammenarbeit profitieren. Geplant ist unter anderem ein freiwilliger Personal-Springerpool, über den sich Pflegefachkräfte für Einsätze am jeweils anderen Standort melden können. Nach der Prüfung verschiedener Rechtsformen fiel die Wahl auf einen öffentlich-rechtlichen Zweckverband, wodurch die Verantwortung für die regionale Altersversorgung bei den Gemeinden bleiben soll. Entscheidungen rund um die tägliche Pflege und Betreuung sollen weiterhin möglichst vor Ort fallen. «Das ist wichtig, denn die Bedürfnisse der Bewohnenden kennt man am besten am jeweiligen Standort», sagt Städler. Andere, übergreifende Themen hingegen sollen gemeinsam entschieden werden.
Mit der Zusammenarbeit wolle man auch Angebote stärken, die älteren Menschen ermöglichen, möglichst lange zu Hause zu leben. Dazu zählen Tages- und Entlastungsaufenthalte. «Gemeinsam können wir hier mehr erreichen», so Nägeli. Für ihn und Städler geht es darum, frühzeitig die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Bevölkerung auch künftig auf eine gute Pflege und Betreuung in der Region zählen kann. Im Februar 2027 entscheiden die Stimmberechtigten in Kirchberg und den bisherigen Verbandsgemeinden über den Zusammenschluss. Stimmen alle zu, soll der gemeinsame Zweckverband am 1. Januar 2028 starten. Bei einem Nein könnte das Vorhaben nicht wie geplant umgesetzt werden. Die bestehende Zusammenarbeit zwischen den beiden Häusern soll laut Nägeli aber auch dann weitergeführt werden.
Shannon Senn
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