Celina Wasser
aus Benken möchte unbedingt zurück ins Swiss-Ski-Kader.
Ich möchte auf den Leserbrief «Bruno Schweizer: die Stimme des Neckertals für Sachpolitik» antworten: So einfach ist das nicht. Ich möchte vorausschicken, dass ich weder für den einen noch den andern Kandidaten Partei ergreife. Meine Darlegungen sind grundsätzlicher Art.
Der Lesebriefschreiber kommt zum Schluss, dass das Herz des Kandidaten, der bei der letzten Abstimmung gleich gestimmt hat wie die Mehrheit der Neckertaler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, „im Gleichklang mit uns Neckertalern schlägt“. Diese Argumentation finde ich - gelinde gesagt – abstrus und kann nicht unwidersprochen bleiben.
Das Stimmverhalten von uns Bürgerinnen und Bürgern ist eine ganz persönliche Angelegenheit (Stichwort: Stimmgeheimnis) und hat mit dem Amt des Gemeindepräsidenten rein gar nichts zu tun. Gemäss Verfassung ist der Gemeinderat inklusive Präsident als Kollegialbehörde für die Führung der Gemeinde zuständig. Dabei hat jedes Mitglied eine gleichwertige Stimme. Der Gemeindepräsident ist kein Alleinherrscher und hat eben gerade nicht die Aufgabe, seinen Sinnesgenossen zu dienen. Im Gegenteil: Er soll durch seine Tätigkeit und sein Auftreten in der Bevölkerung nicht Gräben bauen, sondern Brücken schlagen. Er soll dazu beitragen, dass auch anders Denkende und Handelnde die Gemeinde als lebenswert empfinden. Dann, aber erst dann „schlägt sein Herz für uns Neckertaler!“
Ruedi Näf, Brunnadern
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